Definition Burnout

Was ein Burnout ist:

Es gibt zahlreiche Burnoutdefinitionen, manche sehr medizinisch-wissenschaftlich, manche sehr pragmatisch. Wir haben uns entschlossen, keine neue Beschreibung des Begriffs zu kreieren, sondern eher ein Bild zu nutzen, dass unser Verständnis von Burnout erklären soll:

Wir haben den Eindruck, dass jeder Mensch eine Art Gefäß mit Lebensenergie besitzt. Dieses Gefäß füllt sich, wenn wir Dinge tun, die uns gut tun: Beispielsweise arbeiten in einem Beruf, der uns Freude macht, Zeit mit Menschen verbringen, die uns Freude bereiten oder einfach eine schöne Freizeitbeschäftigung, die uns erfüllt. Dann gibt es aber auch sogenannte Energieräuber, Tätigkeiten oder Situationen, die uns nicht gut tun: Zum Beispiel ungeklärte Konflikte, das Gefühl, einer sinnlosen Tätigkeit nach zu gehen oder keine Zeit mehr für die erfüllenden Dinge oder wichtigen Menschen im Leben zu haben. Sind Energiezufluss und Energieabfluss einigermaßen im Gleichgewicht, drohen keine Überlastungsanzeichen. Fließt dauerhaft mehr Energie ab als in das Gefäß hinein, wird es irgendwann leer sein. Dies geschieht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich über einen langen Zeitraum. Dann steuern wir, wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen, auf einen sogenannten Burnout zu.

Es gibt jedoch Menschen, die eher gefährdet sind, einen Burnout zu erleiden, als andere. Unsere Theorie ist, dass diese Menschen in Ihrem Energiegefäß einen kleinen Riss oder sogar ein kleines Loch haben. Solche Schäden am Gefäß entstehen, wenn wir in unserer Vergangenheit Erlebnisse hatten, die uns verletzt haben oder veränstigend waren. Wenn wir diese Risse im Gefäß nicht reparieren, wird dort immer ein Teil unserer Lebensenergie verloren gehen.

Woran ich einen Burnout erkenne:

Sie finden im unteren Bereich eine Aufzählung von Symptomen, die auf einen Burnout hinweisen können. Auch hier gibt es keine allgemeingütlige wissenschaftlich fundierte Symptomsammlung. Wir haben uns in der Auswahl der Symptome an einem Standardwerk orientiert: Professor Burisch hat in seinem Fachbuch Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung (4. Auflage 2010) den Stand der Wissenschaft abgebildet. Es gibt keinen typischen Verlauf, dennoch haben wir versucht im Folgenden beispielhaft einige Anzeichen darzustellen:

Die Anfangsphase:

  • Gefühl, nie genug Zeit zu haben, insbesondere wenig Zeit für Partner, Freunde, Familie
  • Nicht abschalten können und Müdigkeit
  • Pausen werden mit Arbeit verbracht
  • Aufgeben von Hobbies
  • Abrubte Stimmungsschwankungen

Die mittlere Phase:

  • (vermehrter) Konsum von aufputschenden oder beruhigenden Mitteln (z.B. Kaffee, Schlaftabletten, Alkohol, etc.)
  • Das Immunsystem ist geschwächt, somit häufige leichtere Erkrankungen
  • Launenhaftigkeit
  • Verrringerte Initiative
  • Soziale Kontakte werden als Belastung empfunden, somit häufig auch Probleme mit Partner/ Familie
  • Die körperliche Belastbarkeit nimmt ab
  • Auftreten von körperlichen Symptomen, wie z.B. Tinnitus oder Neurodermitis

Die kritische Phase:

  • Gereiztheit
  • Innere Leere
  • Weinkrämpfe
  • Körperliche Signale wie beispielsweise Angstattacken oder erhöhter Puls/ Herzklopfen

bis hin zu:

  • Gleichgültigkeit
  • Gefühl der Sinnlosikgeit
  • Selbstmordabsichten