Glossar

A:

Adipositas
Starkes Übergewicht.

B:

Best practice
Maßnahmen werden als „Best Practices“ bezeichnet wenn sie sich an die Werte und Vorstellungen der Gesundheitsförderung orientieren und wenn die Wirksamkeit der Maßnahme nachweisbar ist.

Betriebliche Gesundheitsförderung
Umfasst alle Maßnahmen beispielsweise Führungstrainings, Mitarbeiter-Information und Angebot von Betriebssport, die zu besseren Gesundheitsbedingungen und mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz beitragen.

Bluthochdruck – Hypertonie
Man spricht von Bluthochdruck, wenn der systolische (also der höhere) Wert dauerhaft über 140 und der diastolische (also der niedrigere) Wert über 90 mmHg liegt. Das Risiko für Krankheiten, wie beispielsweise einem Herzinfarkt, ist bei Bluthochdruck erhöht.

Burnout-Syndrom
Burnout bedeutet „Ausgebrannt sein“. In Anlehnung an Professor Burisch sind beispielsweise folgende Anzeichen typisch für einen Burnout:

Psychische Anzeichen: (ein Auszug)
  • Gereiztheit
  • Die emotionale Belastbarkeit schwindet
  • Innere Leere
Physische Anzeichen: (ein Auszug)
  • Die körperliche Belastbarkeit nimmt ab
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Rückenprobleme
  • Das Immunsystem ist geschwächt
Soziale Anzeichen: (ein Auszug)
  • Rückzug aus dem Freundeskreis
  • Soziale Kontakte werden als Belastung empfunden
  • Konflikte werden verdrängt

Weitere Informationen zum Burnout-Syndrom erhalten Sie hier

D:

Diabetes mellitus
Ist eine Störung des Stoffwechsels, der Blutzucker ist dabei erhöht (Hyperglykämie). Man unterscheidet Diabetes Typ 1 (absoluter Insulinmangel) und Diabetes Typ 2 (relativer Insulinmangel).

Demographischer Wandel
Bezeichnet die Veränderung der Altersstruktur in einer Gesellschaft. Diese Entwicklung wird von den Faktoren: Fertilität (Geburtenrate), Wanderungssaldo (Migration und Auswanderung) sowie der Lebenserwartung beeinflusst.

E:

Empowerment
Bedeutet, Menschen zu selbstbestimmtem Handeln zu befähigen. Sie können Entscheidungen besser treffen und erweitern ihre persönlichen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.

G:

Gesundheit
Beschreibt die indivduelle Balance zwischen gesundheitsfördernden und gesundheitsbelastenden Faktoren. Wenn Menschen ihre internen und externen Ressourcen entfalten und diese bei ihren täglichen Anforderungen anwenden können dann entsteht Gesundheit.

Gesundheitsförderung
Beinhaltet Projekte und Aktivitäten welche die Gesundheit fördern und stärken. Gesundheitsförderung beinhaltet die Stärkung von Ressourcen und die Verminderung von Risikofaktoren.

Gesundheitskompetenz
Ist die Kompetenz des Individuums, in seinem persönlichen Lebensalltag Entscheidungen zu fällen, welche sich im positiven Sinn auf die Gesundheit auswirken.

K:

Kohärenzgefühl

Den Begriff Kohärenzgefühl (Sense of coherence), hat der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky geprägt. Menschen, mit einem stark ausgeprägten Kohärenzgefühl, sehen einen Sinn in ihrem Leben und Tun. Sie nehmen schwierige Lebenssituationen an und sind überzeugt diese meistern zu können. Das Kohärenzgefühl besteht aus drei Komponenten:

• der Verstehbarkeit (sich selbst und die Umwelt verstehen)
• der Handhabbarkeit (Situationen bewältigen können)
• der Sinnhaftigkeit (einen Sinn im Leben sehen)

Menschen, die ein stark ausgeprägtes Kohärenzgefühl haben, können mit Belastungen und mit Stress besser umgehen. Sie sehen sich in schwierigen Momenten der Situation nicht ausgeliefert, sondern übernehmen für sich selbst und andere Verantwortung. Stressoren, die ihnen im alltäglichen Leben begegnen, werden weniger negativ betrachtet. Oftmals sehen diese Menschen schwierige Situationen als Herausforderungen und wachsen an ihnen.

N:

Nachhaltigkeit
Gesundheitsförderungsprojekte sind nachhaltig, wenn die Veränderungen und Neuerungen auch nach Abschluss des Projektes ihre gewünschte Wirkung erzielen und gesundheitsförderndes Handeln gelebt wird.

NLP
NLP (Neuro-Linguistisches-Programmieren) zählt zu den wichtigsten Methoden für Kommunikationsprozesse und wird in unterschiedlichen Arbeitsfeldern wie beispielsweise der Pädagogik, Psychologie und in Unternehmen angewendet. 1979 wurde NLP von den Amerikanern Richard Bandler und John Grinder entwickelt. NLP steht für Neuro-Linguistisches-Programmieren. Die Wortkonstellation soll die Wechselbeziehung zwischen körperlichen Prozessen und der menschlichen Sprache darstellen. Die Sprache hat einen erheblichen Einfluss auf das menschliche Tun und wirkt sich auf die mentale und emotionale Wahrnehmung aus. Durch NLP können Kommunikationsvorgänge gezielt beeinflusst werden. NLP-Techniken unterstützen Menschen dabei, ihre neuro-linguistischen Muster zu verändern. Aufgrund der kommunikativen Methoden und Techniken ist NLP eine ausgezeichnete Coachingmethode. Ein zentraler Ansatz des NLP ist lösungs- und zielorientiertes Denken.

O:

Organisationsentwicklung
Beinhaltet eine systematische Veränderung und Umstrukturierung von Prozessen innerhalb von Organisationen. Ziel ist es, die Existenz der Organisation zu sichern und eine stetige Verbesserung zu erreichen.

Osteoporose
Verringerung der Knochendichte und der Knochenmasse. Betroffene sind anfälliger für Knochenbrüche. Frauen haben ein deutlich höheres Risiko, sie sind ca. zehnmal häufiger betroffen als Männer.

P:

Partizipation
Mitarbeiter und Teams werden in die Planung, Umsetzung und Evaluation von gesundheitsförderlichen Projekten miteinbezogen.

Pathogenetischer Ansatz
Der Fokus ist auf die Entstehung und den Verlauf von Erkrankungen gerichtet. Im Gegensatz dazu steht der salutogenetische Ansatz.

Persönlichkeitstest
Das Reiss Profile ist ein Persönlichkeitstest und wurde von dem Psychologen Professor Dr. Steven Reiss entwickelt. Er hat herausgefunden, dass unser Leben von 16 unterschiedlichen Motiven beeinflusst wird, die gleichzeitig auch unsere Wertevorstellungen und Ziele widerspiegeln. Darüber hinaus ist er der Annahme, dass die Ausprägungen der einzelnen Motive im Laufe des Lebens konstant bleiben. Das Reiss Profile unterscheidet sich von anderen Persönlichkeitstests, in dem es die Motive und Beweggründe eines Menschen aufzeigt. Dieser Persönlichkeitstest gibt nicht nur Aufschluss darüber, welche Motive im Leben eines Menschen eine bedeutende Rolle spielen, sondern auch wie ausgeprägt ihre Bedeutungen sind.

Prävention
Prävention ist die Eindämmung von unterschiedlichen Krankheitsrisiken, die Vorbeugung von Krankheiten. Man unterscheidet drei Arten: Primäre Prävention (Vermeidung von Risikofaktoren), Sekundäre Prävention (Handeln im Krankheitsfrühstadium), Tertiäre Prävention (Vermeidung von Rückfällen und möglichen Folgeschäden)

R:

Ressourcen
Persönliche Kompetenzen und Unterstützung des sozialen Umfelds zur besseren Bewältigung von belastenden Situationen im alltäglichen Leben.

Risikofaktoren
Faktoren die Krankheiten begünstigen, beispielsweise führt Bluthochdruck zu einem erhöhten Risiko eines Herzinfarkts.

S:

Salutogenetischer Ansatz
Salutogenese: Fokussiert sich auf die Gesundheit, erforscht die Prozesse wie Gesundheit entsteht, wie sie erhalten bleibt und befasst sich mit der Frage weshalb Menschen auch unter belastenden Bedingungen gesund bleiben können. Des Weiteren beschäftigt sie sich mit gesundheitsfördernden Faktoren, dabei wird zwischen persönlichen Ressourcen und externen Ressourcen, die sich in der Umwelt befinden, unterschieden.
Die Salutogenese beschreibt Gesundheit und Krankheit als zwei Pole. Sie bilden gemeinsam das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. Wir befinden uns nicht an einem bestimmten Punkt des Kontinuums, sondern bewegen uns zwischen den Polen: Mal mehr dem Pol der Gesundheit, mal mehr dem Pol der Krankheit zugewendet. Im Gegensatz zur Salutogenese ist die Pathogenese der Annahme, dass Gesundheit der Normalzustand und Krankheit eine Abweichung davon ist. Sie fokussiert sich auf die Frage, weshalb Menschen krank werden und woran sie erkranken.

Setting-Ansatz
Gesundheitsfördernde Maßnahmen werden in bestimmten Lebensbereichen gezielt eingesetzt. Zum Beispiel in Betrieben, Schulen oder in der Kommune.

Smart Ziele
Ziele im Bereich der Gesundheitsförderung welche folgenden Kriterien gerecht werden:
spezifisch, messbar, anspruchsvoll, realistisch und terminiert.

Stressoren
Stressoren sind Faktoren die Stress auslösen. Diese können entweder aus inneren oder aus äußeren belastenden Faktoren bestehen.

W:

Work-Life-Balance
Beschreibt das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben.